Klima

MIT GLAUBWÜRDIGKEIT FÜR ECHTEN KLIMASCHUTZ

Was das bedeutet

Klimabedingte Ernteausfälle, Wasserknappheiten und Waldkrankheiten gehören leider in Deutschland inzwischen zum Alltag. Hamburg wird auch von der kommenden Meeresspiegelerhöhung betroffen sein. Klimaschutz ist unsere aktuell größte Menschheitsaufgabe. Selbst bei nur noch minimal mehr Erderwärmung als heute drohen Hunger, Dürren, Kriege und Heimatlosigkeit für viele Millionen von Menschen weltweit – manche gehen z.B. von bis zu 500 Millionen Klimaflüchtlingen aus. Heute sind wir bei 1,2 Grad Celsius, wir wollen mit dem Pariser Klimaabkommen 1,5, aber sind weltweit auf dem Weg zu dramatischen über 3 Grad. Jedes Zehntelgrad weniger kann Leben retten. 

In Hamburg zeigen wir GRÜNEN, dass wir uns nicht nur Klimaneutralität 2035 in unser Regierungsprogramm vor der Wahl schreiben, sondern dann auch nach der Wahl z.B. mit dem 1,5 Grad Ziel im Koalitionsvertrag und der geplanten Überarbeitung des Klimaplans nach Klimabudget nötige Maßgaben erkämpfen. Das macht mich stolz und das gibt mir Mut, wie durch Kollaboration das Klimaneutralitätsziel damals und dessen Umsetzung bis heute erarbeitet werden. Das ist GRÜN!

Wir GRÜNE haben auch bundesweit einen ambitionierten Plan:

  • Ein CO2-Preis von 60€/Tonne ab 2020 und danach ansteigend und gleichzeitig ein Energiegeld für alle Bürger*innen von ca. 100 Euro pro Jahr (je nach Höhe des CO2 Preises steigt es dann auch an)
  • Einen Klimavorbehalt im Grundgesetz verankern, d.h. dass alle Gesetze dahingehend überprüft werden müssen, wie klimafreundlich sie sind
  • Einen viel größeren und vor allem auch für alle einfacheren Ausbau der Erneuerbaren Energien; die ganzen „Novellen“ des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) der Großen Koalition haben diesen bis ins Absurde erschwert
  • Spätestens ab 2030 keine Neuzulassungen von fossilen Verbrennungsmotoren mehr
  • Großes Programm im essentiell wichtigen Handwerk für mehr Ausbildungen und Umschulungen, z.B. für den großflächigen Ausbau der Ladesäuleninfrastruktur, Installation von Solarzellen, Einbau von Wärmepumpen etc.
  • Klimagerechtigkeit global, inklusive notwendiger „Anpassung an den Klimawandel“ – die wir übrigens auch in Deutschland brauchen werden, beispielsweise auch in Hamburg bezüglich des steigenden Meeresspiegels
  • und weitere wichtige Themen wie die Entbürokratisierung der Bürger*innen-Energiewende, die durch die GroKo leider bürokratisch so aufgebläht wurde, dass sie für viele einfach nicht mehr neben dem Beruf stemmbar ist

Was ich dazu beitrage

Beruflich ist Klimaschutz meine Kernkompetenz. Als Unternehmensberaterin unterstütze ich Konzernlenker*innen und Nachhaltigkeitsabteilungen, Klimaziele zu entwickeln und diese zu erreichen. Zum Beispiel habe ich einem DAX Konzern dabei geholfen, die gesamte Wertschöpfungskette, von Einkauf, über Produktion und Vertrieb zu analysieren, die wichtigsten Emissionstreiber zu identifizieren und konkrete und innovative Maßnahmen zu entwickeln, um klimaneutral zu werden. 

Ich bin eine der treibenden Personen für ambitionierte und wissenschaftsbasierte Klimapositionen der GRÜNEN im Bund und werde unsere Klimapolitik glaubwürdig und kenntnisreich vertreten. Dafür stehe ich schon seit vielen Jahren.

  • Ich habe den GRÜNEN Klimamaßnahmenplan von Bielefeld im November 2019 mit initiiert, mitgeschrieben und die Abstimmungen zwischen Bundesarbeitsgemeinschaften (BAGen) und Bundesvorstand moderiert. Dadurch habe ich mit dafür gesorgt, dass „Scientists For Future“ (z. B. Volker Quaschning) sagten, die GRÜNEN könne man nun wieder wählen (zuvor wurde uns eine Wählbarkeit von „Fridays For Future“ teilweise zu Recht abgesprochen). 
  • Darüber hinaus habe ich einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass wir uns in unserem – im November 2020 beschlossenen – Grundsatzprogramm explizit zum notwendigen 1,5-Grad-Pfad bekennen – etwas, das mir ganz besonders am Herzen lag, damit wir GRÜNE die glaubwürdige Klimaschutzpartei bleiben, die wir sind. 
  • 2016/17 habe ich maßgeblich dazu beigetragen, dass wir GRÜNE seit 2016/17 für den Kohleausstieg 2030 und nicht erst 2035 oder 37 kämpfen, so wie es der damalige Bundesvorstand wollte (siehe im nächsten Abschnitt bei “Ein bisschen mehr dazu?“).

Ein bisschen mehr dazu?

  • „Anatomie einer Katastrophe”, ein guter Überblick zu Zahlen und Zusammenhängen der Klimakrise, erstellt von der Süddeutschen Zeitung
  • „Handeln – und zwar jetzt! Maßnahmen für ein klimaneutrales Land” GRÜNER Klimaplan, den ich mit initiiert und verhandelt habe, vom Bielefelder Bundesparteitag von Bündnis 90/die GRÜNEN, November 2019
  • „“…zu achten und zu schützen…“ – Veränderung schafft Halt.” Grundsatzprogramm von Bündnis 90/Die GRÜNEN, mit Bekenntnis zum 1,5 Grad-Pfad, November 2020
  • Im Jahr 2016 ging es noch darum, ob es überhaupt einen Kohleausstieg geben soll. Die Kohlekommission gab es noch nicht. Die GRÜNEN machten sich als Erste für einen Kohleausstieg stark. Die Wissenschaft sprach sich damals für einen Ausstieg 2025 aus, wenn man das Pariser Klimaabkommen einhalten wolle. Deshalb habe ich 2016 auf dem Parteitag eine Rede für den Kohleausstieg bis 2025 gehalten. Der damalige Bundesvorstand (BuVo) hatte 2035 vorgeschlagen. Es ist selten, dass eine Abstimmung gegen den BuVo gewonnen wird. Diesmal hatte es geklappt. Die Delegierten stimmten in einer schriftlichen Abstimmung mehrheitlich für 2025.
    Hier könnt ihr Euch meine Rede ansehen, in die ich alle meine ehrliche Emotion gelegt habe und vor der ich bis heute manchmal Respekt habe.
  • Leider ignorierte der damalige Bundesvorstand den Beschluss der Partei für den Kohleausstieg 2025. Ein halbes Jahr später, 2017, stand im Entwurf des Wahlprogramms sogar 2037 (um genau zu sein “in 20 Jahren”, also laut Adam Riese 2037). Das hat natürlich viele empört. Gleichwohl ist mir klar geworden: Ein solch wichtiges Ziel und Thema wie der Kohleausstieg  muss von unseren Spitzenpolitiker*innen mit getragen werden. Sonst taucht es in der Kommunikation nicht auf, und in den Koalitionsverhandlungen wahrscheinlich auch nicht, und nichts ist gewonnen. Nach wochenlangem unproduktivem Hin und Her und einer langen nächtlichen Auseinandersetzung konnten wir uns mit den vielen Beteiligten an dem Thema auf das Datum 2030 einigen.
    Hier könnt ihr Euch meine Rede ansehen, in der ich ziemlich übermüdet für den Kompromiss 2030 werbe. Dieser hat dann mit leichter Mehrheit auch gewonnen. 
    Ehrlich gesagt habe ich nach diesem Parteitag vor Frust und Erschöpfung erstmal mehrere Wochen Durchatmen müssen und habe recht stark mit parteipolitischem Engagement gehadert. Manchmal tut man sich da echt was an, und die meisten von uns in ihrer Freizeit… Glücklicherweise habe ich aber großartige Personen auch innerhalb der Partei, die ich wahre Freunde nennen darf, und mit diesen lohnt es sich auch in schweren Zeiten immer, sich weiter für gute GRÜNE Politik einzusetzen.