Steuern finanzieren unser Gemeinwesen, das heißt unsere Krankenhäuser, unsere Schulen, Kindergärten, unsere Straßen, Energieversorgung, Kultur- und Freizeitangebote – und so viel mehr. Steuern sollen auch für sozialen Ausgleich sorgen.
Allerdings: für Superreiche ist Deutschland Niedrigsteuerland. Das liegt unter anderem daran, dass diese einen Großteil ihrer Einkommen aus Vermögen beziehen. Das zeigt sich insbesondere im internationalen Vergleich. Die Einkommensbesteuerung müsste gerechter ausgestaltet werden.
Anderes Beispiel: In Deutschland zahlen Menschen, die wenig erben, keine Erbschaftsteuer. Das ist gut und richtig so, gerade wenn man zum Beispiel “Omas Häuschen” erbt. 70% der Menschen in Deutschland haben mit der Erbschaftsteuer gar nichts zu tun. Aber: Die Erbschaftsteuer ist, da wo sie anfällt, extrem ungerecht ausgestaltet. Menschen, die sehr viel erben, zahlen oft gar keine Erbschaftsteuer, während Menschen, die “nur” mittel viel erben, ihren fairen Anteil an der Finanzierung des Gemeinwesens übernehmen.
Wir brauchen also dringend Reformen, um Gerechtigkeitslücken zu schließen. Die Debatten darüber sind jedoch geprägt von Mythen und falschen Tatsachen.
Mir ist es wichtig, genau dort anzusetzen und ins Gespräch über die Mythen zu kommen. Daher freut es mich, dass wir am vergangenen Freitag in Hamburg mit so vielen Menschen in den Austausch gekommen sind! Zusammen mit dem Netzwerk Steuergerechtigkeit, Dennis Paustian-Döscher und Euch haben wir erfolgreich Deutschlands Steuerpolitik gecheckt.
Danke für Eure Zeit & die vielen Anregungen.
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Rede zu Entlastungen und Steuergerechtigkeit
Berlin, 08.10.2026 – Wer 300 Wohnungen erbt, zahlt praktisch keine Steuern. Wer drei erbt, schon. Immobilienkonzerne umgehen per Share Deal die Grunderwerbsteuer, und allein in Berlin sind so beim Vonovia-Deal rund eine Milliarde Euro verloren gegangen. Das Schließen solcher Gerechtigkeitslücken würde rund 20 Milliarden Euro bringen, genug, um kleine und mittlere Einkommen spürbar zu entlasten.
In dieser Rede zu Entlastungen und Steuergerechtigkeit erkläre ich, welche Lücken wir gerne schließen würden.
Rede zur Einkommensteuer“reform“
Berlin, 08.10.2026 – Die Bundesregierung verspricht, untere und mittlere Einkommen zu entlasten. Doch 20 bis 30 Prozent der Beschäftigten verdienen so wenig, dass sie gar keine Einkommensteuer zahlen und von der „Reform“ nichts haben.
In meiner Rede zur Einkommensteuer-„Reform“ zeige ich, warum die Regierung an die Sozialabgaben ranmuss und warum 860.000 Kinder im Unterhaltsvorschuss von der Kindergelderhöhung rein gar nichts haben.
Gerechtigkeitswoche im Bundestag!
Berlin, 07.10.2026 – Diese Woche machen wir zum Steuergerechtigkeits-Showdown! Wir Grüne lassen am Donnerstag im Bundestag sieben Mal namentlich über eklatante Gerechtigkeitslücken im Steuersystem abstimmen. Eigentlich müsste sowohl sie CDU/CSU dafür sein, denn viele dieser Gerechtigkeitslücken sind schlicht Marktineffizienzen, die auch konservative Ökonom*innen schließen wollen, als auch die SPD, denn es geht um mehr Gerechtigkeit.
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