Berlin 1929: Eine Metropole in Aufruhr. Ökonomie und Kultur, Politik und Weltordnung – alles befindet sich in radikalem Wandel. Kriegsfolgen, Inflation und Unsicherheiten zehren an den fragilen Grundfesten nicht nur Berlins, sondern der Weimarer Republik insgesamt.
Am Montag, 11.09.2023, war ich im „Theater des Westens“, bei der Aufführung der Filmmusik von Babylon Berlin (und so war ich im Stil der 20er Jahre unterwegs).
Eine Serie, die ich gern gesehen habe, die mich aber auch mehr als erwartet zum Nachdenken gebracht hat: über die Entstehung von anti-demokratischen Kräften in Zeiten von Inflation, Armut und Ungleichverteilung, einer – damals – schwachen demokratischen Elite und einem Teil der Gesellschaft, der sich (nach dem ersten Weltkrieg) gedemütigt fühlte.
Ich sehe die breit getragene Wertschätzung für unsere heutige demokratisch-freiheitliche Gesellschaftsordnung aktuell erneut in Gefahr. Das macht mir große Sorgen. Deswegen möchte ich dafür werben, dass wir uns alle gemeinsam einbringen. Für den Erhalt der Schönheit unserer friedlichen, gemeinsam gestalteten Gesellschaft. Für die Demokratie und die freiheitliche Grundordnung.
Die Würde des Menschen als oberste Maxime, dass alle vor dem Gesetz gleich sind, mitmachen und frei leben können, Kunstfreiheit, Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, Freizügigkeit im gesamten Land, freie Berufswahl, das Einvernehmen, dass alle dieselben Chancen haben sollten – all das & noch viel mehr sind die Errungenschaften der demokratischen Bundesrepublik, für die wir dankbar sein sollten. Ein dunkles Kapitel wie das Dritte Reich, das zu diktatorischer Bevormundung, Feindschaft, der systematischen Abwertung und gar Massenermordung gesellschaftlicher Gruppen und zu Krieg führt, darf es nie wieder geben.
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Rede zu Entlastungen und Steuergerechtigkeit
Berlin, 08.10.2026 – Wer 300 Wohnungen erbt, zahlt praktisch keine Steuern. Wer drei erbt, schon. Immobilienkonzerne umgehen per Share Deal die Grunderwerbsteuer, und allein in Berlin sind so beim Vonovia-Deal rund eine Milliarde Euro verloren gegangen. Das Schließen solcher Gerechtigkeitslücken würde rund 20 Milliarden Euro bringen, genug, um kleine und mittlere Einkommen spürbar zu entlasten.
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Berlin, 08.10.2026 – Die Bundesregierung verspricht, untere und mittlere Einkommen zu entlasten. Doch 20 bis 30 Prozent der Beschäftigten verdienen so wenig, dass sie gar keine Einkommensteuer zahlen und von der „Reform“ nichts haben.
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