Berlin, 19.03.2026 – Eine Änderung des Steuerberatergesetzes, das hört sich nicht sehr spannend an, dennoch geht es bei diesem Gesetzesvorhaben um viel. Lobenswert ist, dass die Tax Law Clinics an den Unis ihre Arbeit aufnehmen können und dass Lohnsteuerhilfevereine Erleichterungen bei ihrer täglichen Arbeit erfahren können.
Doch leider steht unsere Wirtschaft vor weiteren Herausforderungen, etwa den mangelnden Zugang zu bezahlbarer steuerlicher Unterstützung für die über 3,5 Millionen Selbstständigen, Freiberufler und die vielen kleinen Unternehmen. Steuerkanzleien sehen sich laut Umfrage aufgrund des Fachkräftemangels dazu gezwungen bestehende Mandate zu kündigen oder neue Mandate abzulehnen. In Hamburg betrifft das jede achte erwerbstätige Person, denn 1/8 der Erwerbstätigen in Hamburg sind selbst- oder soloselbstständig. Dieses strukturelle Risiko für unseren Wirtschaftsstandort muss angegangen werden, der Gesetzentwurf der Koalition geht nicht weiter genug.
Es braucht mehr pragmatische Lösungsansätze, um qualifizierten Berufsgruppen wie Bilanzbuchhalter*innen oder Steuerfachwirten mehr Aufgaben anzuvertrauen, denn diese Gruppen sind qualifiziert und wären in der Lage Bürger*innen in Sachen Steuern zu beraten.
Um das Steuerrecht zu vereinfachen sollten auch Steuerlücken wie die erweiterte Grundstückskürzung geschlossen werden, um echte Entlastung für Kommunen und ein einfacheres Steuersystem zu schaffen.
Mehr dazu in meiner Rede, wir bleiben für euch dran und machen Druck auf die Regierung
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Rede zu Entlastungen und Steuergerechtigkeit
Berlin, 08.10.2026 – Wer 300 Wohnungen erbt, zahlt praktisch keine Steuern. Wer drei erbt, schon. Immobilienkonzerne umgehen per Share Deal die Grunderwerbsteuer, und allein in Berlin sind so beim Vonovia-Deal rund eine Milliarde Euro verloren gegangen. Das Schließen solcher Gerechtigkeitslücken würde rund 20 Milliarden Euro bringen, genug, um kleine und mittlere Einkommen spürbar zu entlasten.
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Gerechtigkeitswoche im Bundestag!
Berlin, 07.10.2026 – Diese Woche machen wir zum Steuergerechtigkeits-Showdown! Wir Grüne lassen am Donnerstag im Bundestag sieben Mal namentlich über eklatante Gerechtigkeitslücken im Steuersystem abstimmen. Eigentlich müsste sowohl sie CDU/CSU dafür sein, denn viele dieser Gerechtigkeitslücken sind schlicht Marktineffizienzen, die auch konservative Ökonom*innen schließen wollen, als auch die SPD, denn es geht um mehr Gerechtigkeit.
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