Berlin 20.05.2026 – Heute wurde im Wirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestags der Antrag „Sicher durch die Krise – Mikrokreditfonds Deutschland fortführen“ der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD und AfD gegen die Stimmen von Bündnis 90/Die Grünen und die LINKE abgelehnt.
Meine Einschätzung zur Entscheidung des Wirtschaftsausschusses: „Die Koalitionsfraktionen haben heute die große Chance verpasst, Handlungsfähigkeit zu zeigen für das elementare Rückgrat der deutschen Wirtschaft: die über drei Millionen kleinsten, kleineren und mittleren Betriebe. Kleine Unternehmen, Selbstständige und Gründerinnen und Gründer kämpfen nach Corona und in der Wirtschaftskrise um ihre Existenz. Gleichzeitig erleben wir Wachstum in der Bereitschaft, gründen zu wollen. Ausgerechnet in dieser Situation möchte die Bundesregierung mit dem Mikrokreditfonds ein bewährtes und zielgenaues Instrument für Kleinstunternehmen streichen.
Der Mikrokreditfonds hat über Jahre hinweg zehntausenden Selbstständigen und kleinen Betrieben Zugang zu Finanzierung ermöglicht, Arbeitsplätze gesichert und echte wirtschaftliche Dynamik geschaffen. Besonders unverständlich ist die geplante Streichung, da der Mikrokreditfonds sich selbst trägt und gar keine laufenden neuen Haushaltsmittel benötigt. Rückflüsse aus bestehenden Darlehen ermöglichen immer wieder neue Kredite. Die Bundesregierung muss nur das Personal im Ministerium finanzieren, das den Fonds verwaltet.
Die wirtschaftliche Kurzsichtigkeit von Herrn Merz und Frau Reiche treibt einen an den Rand der Verzweiflung. Wer inmitten einer Krise ein bewährtes, sich selbst tragendes Instrument beendet, verzichtet auf wirtschaftlichen Aufschwung und straft diejenigen, die sich aus eigener Kraft eine Existenz aufbauen wollen. Den Fonds beizubehalten wäre doch gerade im Sinne der Aussagen der Regierung, dass Menschen in Arbeit sein sollen. Daher ist der Vorgang ganz besonders absurd.”
Wir bleiben dran. Hier findet ihr unseren Antrag zum Mikrokreditfonds:
Neuste Artikel
Unterstützung im Bereich Social Media & politische Kommunikation gesucht! – Werkstudent*in in meinem Bundestagsbüro
Zur Unterstützung meiner politischen Arbeit als Sprecherin für Finanzpolitik, Berichterstatterin für Startups und Leiterin des Wirtschaftsbeirats der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen suche ich idealerweise zum 15.08.2026 eine/n Werkstudent*in für Social Media und politische Kommunikation (m/w/d; ca. 15h/Woche, je nach Absprache).
Bitte sende Deine aussagekräftige Bewerbung mit den üblichen Unterlagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf und mindestens ein Zeugnis) bis zum 29.06.2026, 23:59 Uhr.
Hamburg Startup-Woche mit Katharina Beck
Vom 15. bis 19. Juni mache ich eine Hamburg Startup-Woche. Ich freue mich riesig drauf. Und Sie und ihr könnt in Teilen dabei sein! Unter dem Motto „Startups in Hamburg – Was jetzt zu tun ist“ besuche ich innovative Unternehmen, tausche mich mit Gründer*innen über aktuelle Herausforderungen aus und diskutiere mit Vertreter*innen der Branche über…
Parlamentskreis Gründung & Startups gegründet – fraktionsübergreifendes Signal für den Startupstandort Deutschland
Berlin, 12.06.2026 – Gestern hat der neu gegründete Parlamentskreis Gründung & Startups im Deutschen Bundestag seine konstituierende Sitzung abgehalten. Unter der Leitung von Katharina Beck MdB bilden Abgeordnete aus vier Fraktionen den Mitgliederkreis (in alphabetischer Reihenfolge): Agnes Conrad (Die Linke), Daniel Bettermann (SPD), Julian Joswig (Bündnis 90/Die Grünen), Nicklas Kappe (CDU/CSU), Mirze Edis (Die Linke) und Vanessa Zobel (CDU/CSU). Der Parlamentskreis wird künftig ca. einmal pro Quartal tagen. Im Zentrum der Auftaktsitzung stand die Diskussion zur lange erwarteten Startup- und Scaleup-Strategie der Bundesregierung – inklusive der aktuellen Entwicklungen rund um die Förderprogramme EXIST und INVEST sowie der weiteren Ausgestaltung der 2024 unter der Ampel-Regierung gegründeten WIN-Initiative.
Ähnliche Artikel