Berlin, 30.01.2026 – Die AfD schlägt vor die Erbschaftsteuer abzuschaffen, doch wieso das der falsche Weg ist und wieso wir stattdessen eine wahrhaftig gerechte Form der Erbschaftsteuer brauchen, habe ich in meiner heutigen Rede im deutschen Bundestag erklärt.
Der Antrag ist voll von überholten und bereits widerlegten Narrativen zur Erbschaftsteuer, angeblich lege eine Doppelbesteuerung vor, dieses Narrativ ignoriert die Realität, dass die Erbschaftsteuer vom Erben und nicht vom Erblasser gezahlt werden muss. Man stelle sich einfach mal vor, dass Kunden an der Supermarktkasse verweigern würden die Umsatzsteuer zu zahlen, mit der Begründung, dass ihr Einkommen ja bereits versteuert sei.
Wir haben darüber hinaus eine immer stärker werdende Vermögensungleichheit, die Erbschaftsteuer in dieser Situation abzuschaffen ist nicht nur unlogisch, sondern würde das Problem nur verstärken. Zudem sollte doch eben diese Realität Anlass genug sein, um die Erbschaftsteuer gerechter zu gestalten. Denn die jetzige Erbschaftsteuer belastet mittelgroße Erben stärker als sehr große Erben. Schlussendlich führt nur eine Reform zur Verbesserung der Ausgangslage, eine Abschaffung der Erbschaftsteuer löst keine Probleme.
Neuste Artikel
Rede zu Entlastungen und Steuergerechtigkeit
Berlin, 08.10.2026 – Wer 300 Wohnungen erbt, zahlt praktisch keine Steuern. Wer drei erbt, schon. Immobilienkonzerne umgehen per Share Deal die Grunderwerbsteuer, und allein in Berlin sind so beim Vonovia-Deal rund eine Milliarde Euro verloren gegangen. Das Schließen solcher Gerechtigkeitslücken würde rund 20 Milliarden Euro bringen, genug, um kleine und mittlere Einkommen spürbar zu entlasten.
In dieser Rede zu Entlastungen und Steuergerechtigkeit erkläre ich, welche Lücken wir gerne schließen würden.
Rede zur Einkommensteuer“reform“
Berlin, 08.10.2026 – Die Bundesregierung verspricht, untere und mittlere Einkommen zu entlasten. Doch 20 bis 30 Prozent der Beschäftigten verdienen so wenig, dass sie gar keine Einkommensteuer zahlen und von der „Reform“ nichts haben.
In meiner Rede zur Einkommensteuer-„Reform“ zeige ich, warum die Regierung an die Sozialabgaben ranmuss und warum 860.000 Kinder im Unterhaltsvorschuss von der Kindergelderhöhung rein gar nichts haben.
Gerechtigkeitswoche im Bundestag!
Berlin, 07.10.2026 – Diese Woche machen wir zum Steuergerechtigkeits-Showdown! Wir Grüne lassen am Donnerstag im Bundestag sieben Mal namentlich über eklatante Gerechtigkeitslücken im Steuersystem abstimmen. Eigentlich müsste sowohl sie CDU/CSU dafür sein, denn viele dieser Gerechtigkeitslücken sind schlicht Marktineffizienzen, die auch konservative Ökonom*innen schließen wollen, als auch die SPD, denn es geht um mehr Gerechtigkeit.
Ähnliche Artikel