Deutschland will führender Sustainable-Finance-Standort werden – so steht es auch im Koalitionsvertrag. Im Interview mit Jan Schulte vom Tagesspiegel habe ich darüber gesprochen, wie ich dieses Thema im Bundestag voranbringen möchte und was ich dafür mitbringe.
„Beck selbst setzt sich bereits seit vielen Jahren für das Thema Nachhaltigkeit ein. ‚Ich finde es total logisch, Nachhaltigkeit zu machen. Wir können uns auf der Erde nur wohlfühlen – das heißt für mich in Würde leben –, wenn wir die planetaren Grenzen und Menschenrechte beachten‘, sagte sie. Nicht nachhaltig zu wirtschaften sei daher im Grunde inhuman. Auf das Thema kam sie erstmals im Studium in Lateinamerika, als sie sich in einer Hausarbeit mit den Grundlagen für nachhaltige Entwicklung vor Ort befasste. ‚Den Regenwald und damit die Lunge unserer Erde abzuholzen, tut fast schon körperlich weh‚, sagte sie. Beck war jedoch laut eigener Aussage damals nie klassisch als Aktivistin unterwegs, sondern habe immer versucht, systemische Lösungen zu finden. ‚Ich habe durch die Finanzkrise realisiert, dass der Hebel für ein nachhaltigeres Leben durch die Finanzwirtschaft sehr groß ist‘, sagte sie. Für Beck war spätestens das der Moment, sich intensiv mit Sustainable Finance auseinanderzusetzen.“
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Zeit für Entlastungen, die bei den Menschen ankommen!
Berlin, 16.04.2026 – Wir befinden uns in einer der größten Energiekrisen seit Jahren. Doch statt jetzt wirkungsvoll und schnell Entlastungen zu beschließen, kommt die Regierung leider mit der schlechtesten Maßnahme um die Ecke: Einem ineffektiven Tankrabatt 2.0…
Während der Energiekrise 2022 hat die Ampel gezeigt wie echte Entlastungen aussehen: Kindergeld hoch, Kindersofortzuschlag hoch, Energiekrisenpauschale direkt ausgezahlt, 9-Euro-Ticket und viele weiter Maßnahmen. Ein Tankrabatt führt nicht zu den Entlastungen, die wir brauchen, denn 2022 hat gezeigt, dass der Tankrabatt zu, Teil in die Taschen der Mineralölkonzerne fließen wird, das weiß sogar die Bundesregierung. Zudem verfehlt die Entlastung der Bundesregierung, ohne 9-Euro-Ticket oder alternative Anreize für andere Verkehrsmittel, weite Teile der Gesellschaft.
Zur Reform der privaten Altersvorsorge
Berlin, 27.03.2026 – Die Reform der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge durch die Bundesregierung bringt einige positive Änderung mit sich unterm Strich hat die Bundesregierung hier leider die Chance verpasst, langfristige und grundlegende Reformen auf den Weg zu bringen.
Lobenswert an der Reform ist, dass Selbst- und Soloselbstständige bei der Reform mitgedacht wurden und Zugang zur staatlich geförderten privaten Altersvorsorge erhalten. Als Hamburger Abgeordnete begrüße ich diesen Schritt herzlich. Ein weiteres Lob möchte ich an dieser Stelle an die Kolleg*innen von CDU/CSU und SPD für die konstruktive parlamentarische Arbeit an dieser Reform, die sich substantiell vom ursprünglichen Gesetzentwurf unterscheidet. Ein konstruktiver und fachlicher Diskurs ermöglichte hier eine bessere Reform als ursprünglich gedacht.
Trotz toller parlamentarischer Arbeit haben wir zwei zentrale Kritikpunkte
Ungerechtigkeit in der Immobilienbesteuerung bleibt bestehen
Berlin, 25.03.2026 – Heute wurde im Finanzausschuss unser Gesetzentwurf „zum Schließen einer Gerechtigkeitslücke in der Immobilienbesteuerung“ mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD und AfD gegen die Stimmen von Bündnis 90/Die Grünen und die LINKE abgelehnt – und damit auch ein weiterer Vorschlag der Grünen zur Gegenfinanzierung von Entlastungsmaßnahmen. Stattdessen diskutiert die Bundesregierung über Steuererhöhungen, um andere Steuersenkungen zu finanzieren. In Betracht ziehen sie wohl eine Mehrwertsteuererhöhung, die die Breite der Gesellschaft treffen würde. Dabei könnten durch das schlichte Schließen von offenkundigen Gerechtigkeitslücken im Steuersystem und die effektivere Bekämpfung von Steuerhinterziehung Einnahmen im zweistelligen Milliardenbetrag auf eine liberale und gerechte Art und Weise generiert werden.
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