Sparen bei der Bundesbetriebsprüfung – das darf nicht sein!

Berlin, 05.10.2026 – Mitte Juli haben Lars Klingbeil und Stefanie Hubig einen tollen Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität vorgelegt – und nun handeln sie völlig anders als es damals geplant war.

Bundesregierung hat angekündigt stellen abzubauen bei den Bundesbetriebsprüfern und spart damit ausgerechnet da, wo sie wirklich etwas verändern kann.

Die Bundesbetriebsprüfer:innen unterstützen die Finanzämter der Länder bei der Prüfung großer Unternehmen und helfen so unter anderem, Steuerbetrug wie Cum-Cum, Cum-Ex und im Bereich der Umsatzsteuer aufzudecken. Jede:r Prüfer:in holt in Zusammenarbeit mit den Ländern für den Staat im Schnitt fast 9 Millionen Euro zurück, also ein Vielfaches dessen, was die Stelle kostet. Auch wenn ausgewählte spezialisierte Referate im Bundeszentralamt für Steuern von den Kürzungen ausgenommen sind, zeigt sich, dass die vorhandenen Stellen nicht ausreichen.

Wissenschaftlichen Schätzungen zufolge liegt der Schaden allein durch Cum-Cum bei ca. 28,5 Mrd. Euro und die Bundesregierung gibt an, dass in diesem Bereich bisher lediglich ca. 46 Mio. Euro zurückgefordert wurden. Wir finden, da ist noch viel Luft nach oben! Der pauschale Stellenabbau im Bundeszentralamt für Steuern schadet einer effizienten Finanzverwaltung und der Bekämpfung von Steuerkriminalität.

Mehr dazu von mir findet ihr in diesem Zeit-Artikel.

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