Gestern haben über 300.000 Hamburgerinnen und Hamburger beim Zukunftsentscheid mit Ja gestimmt – und damit ein starkes Zeichen gesetzt: Hamburg will bis 2040 klimaneutral werden, also fünf Jahre früher als bisher geplant. Das neue Klimaschutzgesetz schreibt außerdem jährliche Emissionsbudgets fest. Wird das Budget überschritten, muss der Senat nachsteuern.
Ich finde das in diesen Zeiten wirklich besonders: Ein Volksentscheid für mehr, nicht weniger Klimaschutz – und das mit einer klaren Mehrheit. Während vielerorts versucht wird, die Klimapolitik zurückzudrehen, zeigen die Menschen in meiner Heimatstadt Hamburg: Wir wollen eine lebenswerte Zukunft, und wir sind bereit, dafür auch Veränderungen mitzutragen.
Als Politikerin, Hamburgerin und Mutter macht mich dieses Votum stolz und hoffnungsvoll. Es zeigt: Die Menschen glauben an Zukunft, wenn sie sie mitgestalten dürfen.
Jetzt kommt es darauf an, die Umsetzung so zu gestalten, dass Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit zusammengehen. Die Lösungen müssen für alle gangbar sein – das ist die politische Aufgabe der kommenden Jahre.
Auch der Bund sollte dieses Signal ernst nehmen. Die aktuelle Linie der Bundesregierung in der Energiepolitik – mit einer Drosselung der Erneuerbaren und einem übermäßigen Fokus auf fossiles Gas – ist nicht nur wirtschaftlich falsch, sondern steht seit gestern auch klar gegen den Willen der Menschen in Hamburg.
Ich wünsche mir, dass wir dieses Momentum jetzt nutzen: Für echten Fortschritt, für mehr Erneuerbare und für eine klimagerechte Zukunft – gemeinsam.
Neuste Artikel
Rede zu Entlastungen und Steuergerechtigkeit
Berlin, 08.10.2026 – Wer 300 Wohnungen erbt, zahlt praktisch keine Steuern. Wer drei erbt, schon. Immobilienkonzerne umgehen per Share Deal die Grunderwerbsteuer, und allein in Berlin sind so beim Vonovia-Deal rund eine Milliarde Euro verloren gegangen. Das Schließen solcher Gerechtigkeitslücken würde rund 20 Milliarden Euro bringen, genug, um kleine und mittlere Einkommen spürbar zu entlasten.
In dieser Rede zu Entlastungen und Steuergerechtigkeit erkläre ich, welche Lücken wir gerne schließen würden.
Rede zur Einkommensteuer“reform“
Berlin, 08.10.2026 – Die Bundesregierung verspricht, untere und mittlere Einkommen zu entlasten. Doch 20 bis 30 Prozent der Beschäftigten verdienen so wenig, dass sie gar keine Einkommensteuer zahlen und von der „Reform“ nichts haben.
In meiner Rede zur Einkommensteuer-„Reform“ zeige ich, warum die Regierung an die Sozialabgaben ranmuss und warum 860.000 Kinder im Unterhaltsvorschuss von der Kindergelderhöhung rein gar nichts haben.
Gerechtigkeitswoche im Bundestag!
Berlin, 07.10.2026 – Diese Woche machen wir zum Steuergerechtigkeits-Showdown! Wir Grüne lassen am Donnerstag im Bundestag sieben Mal namentlich über eklatante Gerechtigkeitslücken im Steuersystem abstimmen. Eigentlich müsste sowohl sie CDU/CSU dafür sein, denn viele dieser Gerechtigkeitslücken sind schlicht Marktineffizienzen, die auch konservative Ökonom*innen schließen wollen, als auch die SPD, denn es geht um mehr Gerechtigkeit.
Ähnliche Artikel