Was kann und muss jetzt getan werden?
Der Schock sitzt tief: nach den Vorstellungen der EU-Kommission sollen Investitionen in Atomkraft und fossiles Gas tatsächlich als nachhaltige Investitionen klassifiziert werden – obwohl uns diese alten Energieformen in eine Sackgasse statt in eine positive Zukunft führen. Die Taxonomie ist somit leider kein Vehikel mehr für die Lenkung von Privatkapital in Nachhaltigkeit. Sie ist offensichtlich ein Industrieprojekt, um privatwirtschaftlich unwirtschaftliche Energieformen staatlich zu unterstützen. Leider wird ein eigentlich gutes Konzept für die Kapitalmärkte, die sich dringend eine einheitliche Definition von Nachhaltigkeit wünschen, so ad absurdum geführt. Verhindern? Eine unwahrscheinliche aber mögliche Option ist, dass das Europäische Parlament sich mehrheitlich dagegen ausspricht. Außerdem, wenn das nicht klappt, könnte der Klageweg eine Option sein.
Was kann die EU-Entscheidung für den Markt für nachhaltige Geldanlagen und die „Sustainable Finance“ Agenda bedeuten? Welche Folgen sind für die Finanzierung der Transformation und das Erreichen unserer Klimaziele zu befürchten? Und wie realistisch sind die Möglichkeiten, die Aufnahme von Atom und Gas in die Taxonomie doch noch zu stoppen?
Diese und weitere Fragen möchte ich mit Ihnen und Expert*innen der Finanzbranche sowie der europäischen Politik am 14.02.2022 ab 20:15Uhr diskutieren:
- Kristina Jeromin, Geschäftsführerin Green and Sustainable Finance Cluster Germany
- Thomas Jorberg, Vorstandssprecher der GLS Bank
- Michael Bloss, MdEP und Mitglied im Umwelt- und Industrieausschuss
Moderation: Katharina Beck, MdB und finanzpolitische Sprecherin der Fraktion
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Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und kann hier nachträglich angeschaut werden:
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