Berlin, 30.01.2026 – Die AfD schlägt vor die Erbschaftsteuer abzuschaffen, doch wieso das der falsche Weg ist und wieso wir stattdessen eine wahrhaftig gerechte Form der Erbschaftsteuer brauchen, habe ich in meiner heutigen Rede im deutschen Bundestag erklärt.
Der Antrag ist voll von überholten und bereits widerlegten Narrativen zur Erbschaftsteuer, angeblich lege eine Doppelbesteuerung vor, dieses Narrativ ignoriert die Realität, dass die Erbschaftsteuer vom Erben und nicht vom Erblasser gezahlt werden muss. Man stelle sich einfach mal vor, dass Kunden an der Supermarktkasse verweigern würden die Umsatzsteuer zu zahlen, mit der Begründung, dass ihr Einkommen ja bereits versteuert sei.
Wir haben darüber hinaus eine immer stärker werdende Vermögensungleichheit, die Erbschaftsteuer in dieser Situation abzuschaffen ist nicht nur unlogisch, sondern würde das Problem nur verstärken. Zudem sollte doch eben diese Realität Anlass genug sein, um die Erbschaftsteuer gerechter zu gestalten. Denn die jetzige Erbschaftsteuer belastet mittelgroße Erben stärker als sehr große Erben. Schlussendlich führt nur eine Reform zur Verbesserung der Ausgangslage, eine Abschaffung der Erbschaftsteuer löst keine Probleme.
Neuste Artikel
Ungerechtigkeit in der Immobilienbesteuerung bleibt bestehen
Berlin, 25.03.2026 – Heute wurde im Finanzausschuss unser Gesetzentwurf „zum Schließen einer Gerechtigkeitslücke in der Immobilienbesteuerung“ mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD und AfD gegen die Stimmen von Bündnis 90/Die Grünen und die LINKE abgelehnt – und damit auch ein weiterer Vorschlag der Grünen zur Gegenfinanzierung von Entlastungsmaßnahmen. Stattdessen diskutiert die Bundesregierung über Steuererhöhungen, um andere Steuersenkungen zu finanzieren. In Betracht ziehen sie wohl eine Mehrwertsteuererhöhung, die die Breite der Gesellschaft treffen würde. Dabei könnten durch das schlichte Schließen von offenkundigen Gerechtigkeitslücken im Steuersystem und die effektivere Bekämpfung von Steuerhinterziehung Einnahmen im zweistelligen Milliardenbetrag auf eine liberale und gerechte Art und Weise generiert werden.
180-Grad-Wende in der privaten Altersvorsorge: Union und SPD orientieren sich am grünen Bürgerfonds, verpassen aber Chance für echten Neustart
Morgen wird im Finanzausschuss des Deutschen Bundestags über den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge im Deutschen Bundestag abgestimmt. Auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz haben die Koalitionsfraktionen heute verkündet, dass sie sich auf die Einführung eines von einem öffentlichen Träger angebotenen Standarddepots geeinigt haben, wie er von der grünen Bundestagsfraktion bereits in dem Antrag „Ein Bürgerfonds für eine bessere ergänzende Altersvorsorge – Einfach, sicher, renditestark“ im Januar 2026 gefordert wurde.
Zur Änderung des Steuerberatergesetzes
Berlin, 19.03.2026 – Unsere Wirtschaft steht vor massiven Herausforderungen. Viel zu selten wird darüber gesprochen, dass wir über 3,5 Millionen Selbstständige, Freiberuflerinnen und viele kleine Unternehmen haben, denen der Zugang zu bezahlbarer steuerlicher Unterstützung fehlt.
Ähnliche Artikel