Rede zur Frühstartrente – Jetzt muss nachgebessert werden

Berlin, 25.09.2026 – In meiner Rede zur Frühstartrente aus dem Koalitionsvertrag richte ich mich direkt an den Bundeskanzler und den Finanzminister. Als „Service-Opposition“ gebe ich ein paar Denkanstöße mit, denn das Projekt fand ich ursprünglich wirklich gut.

Mein erster Kritikpunkt: Es droht ein Zwei-Klassen-System. Wer sich nicht selbst um ein privates Depot kümmert, bekommt nur die staatliche Auffanglösung ohne die Möglichkeit, zusätzlich einzuzahlen – während Eltern, die sich aktiv kümmern, von umfangreichen Zuzahlungsmöglichkeiten profitieren können. Das ist keine Chancengleichheit.

Zweitens stelle ich die Prioritätensetzung infrage: Für die Frühstartrente sind nur 0,08 Millionen Euro vorgesehen, für die Mütterrente dagegen 5 Milliarden Euro. Außerdem sollen nun nur noch die Jahrgänge 2020 und 2021 profitieren, statt wie ursprünglich geplant alle Kinder von 6 bis 18 Jahren.

Drittens fehlt eine echte Fondslösung für die private Altersvorsorge, wie sie zum Beispiel Schweden nutzt, um mehr in Venture Capital zu investieren – eine verpasste Chance.

Mein Appell zum Schluss: Das staatliche Depot muss endlich kommen, damit aus den einzelnen Bausteinen ein rundes Gesamtprojekt wird.

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